--- Stand: 14. Juni 2004 ---

Schauplätze in Mittelerde: Taresh-Hazûm

Taresh-Hazûm liegt zwei beschwerliche Tagesreisen nördlich von Neledhnîn inmitten des Mittelgebirges, das sich noch weiter nördlich zum Schattengebirge von Mordor auftürmt. Die Ansiedlung liegt auf einem kesselförmigen Hochplateau inmitten von reichen Kalksteinvorkommen. Es handelt sich um Sedimentgestein, das in den Wirren der Umbrüche nach der Altvorderenzeit, als Beleriand im Meer versank und sich das Antlitz der Welt veränderte, vom Meeresboden zum Gebirge aufgetürmt wurde. Die Kalksteinvorkommen sind größtenteils schneeweiß und verleihen der Umgebung ein überirdisches Aussehen, vor allem an den Stellen, an denen sich Ansammlungen von Wüstensand gebildet haben. Aus diesem Grund wird die Umgebung von Taresh-Hazûm auch oft "die weiße Wüste" genannt, Galath d'Rin in der Sprache der Haruze.

Die weiße Wüste beginnt hinter einem niedrigen Bergrücken. Der Weg schlängelt sich den Bergrücken hinauf und verläuft dann durch einen Kalkstein-Durchstich, dessen Wände bizarr geformt sind.

Spielleiter-Beschreibungen:

Ihr folgt dem Pfad, der sich einen Bergrücken hinauf schlängelt. Am Ende des Pfades erwartet euch ein tiefer und leicht ansteigender Durchstich, dessen Wände an beiden Seiten zwischen sechs und zehn Meter hoch zu sein scheinen. Die Wände sind stellenweise sehr steil und an anderen Stellen erklimmbar. Euch fällt auf, dass das Gestein hier weiß ist, weißer Kalkstein. […]

Nach dem Durchstich bietet sich euch ein ganz erstaunlicher Anblick. Das Land fällt zunächst ab, um dann nach einem Kilometer wieder in zahlreichen Wellen anzusteigen. Aber überall dort, wo das Gestein unter dem Sand und dem Staub hervortritt, ist der Boden strahlend weiß, und je höher das Land ansteigt, desto stärker tritt der weiße Kalkstein hervor. Ihr seid wie geblendet von den Lichtreflektionen. Außerdem seht ihr im Osten und im Westen hohe Berggrate, die das Land fast gänzlich vom Wind abzuschneiden scheinen. Die Luft ist stickig und glühend heiß. Zudem seht ihr überall bizarre Gesteinsformationen, die wie Köpfe, Pilze, Häuser oder Stelen aussehen.

Die Ansiedlungen

Vier Kilometer nach dem Kalksteindurchstich kommt man dem Pfad folgend auf einen Bergsockel, wo sich die kleine Saline findet. Die kleine Saline ist nur ein winziger Weiler, in dem drei Familien leben. Der Ort hat keinen Namen, aber hier werden die Produkte, die in der großen Saline gewonnen werden, auf Wagen verladen und Richtung Neledhnîn und Imlad Carnen transportiert. Ein Pfad führt nach Süden und ein zweiter Pfad führt über einen hohen Bergrat nach Westen.