--- Stand: 28. Juni 2003 ---Halbelben als SpielercharaktereHintergrundinfoIn der von Tolkien überlieferten Geschichte Mittelerdes gab es ziemlich viele Halbelben. Zwar ist an einer Stelle davon die Rede, dass die Verbindung zwischen Arwen Abendstern und Aragorn Elessar Telcontar die dritte und letzte Verbindung ihrer Art war, doch dies kann nur für die Königsfamilien gemeint sein. Liste der bekannten Halbelben:
Obwohl fast alle diese Beispiele mehr oder weniger aus einer Familie stammen, ist dies bei den Fürsten von Dol Amroth nicht der Fall. Bei ihnen muss es irgendeine eheliche Verbindung zwischen den Dunedain von Dol Amroth und vielleicht den Elben von Edhellond gegeben haben. In jedem Fall deutet dies darauf hin, dass eheliche Verbindungen zwischen Menschen und Elben nicht so selten sind wie man vielleicht zunächst annehmen könnte. Natürlich ist dies niemals üblich gewesen, denn zu groß sind die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitgeborenen. Jeder Fall einer solchen Verbindung sollte absolut einzigartig sein und nur unter ganz speziellen Umständen zustande gekommen sein. Denn das Leid, das aus einer solchen Verbindung entsteht, ist groß. Da ein Elb nicht wie ein Mensch sterben kann und ihm dies jederzeit bewusst ist, ist die Entscheidung für eine Ehe mit einem Menschen aus der Sicht des Elben gesehen nur eine Entscheidung für eine kurze Zeit. Und so denken Elben nicht. Elben denken in Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden, und nicht in wenigen Jahrzehnten. Die Liebe, die zwischen einem solchen Paar bestehen muss, ist so groß, dass sie alleine bereits Lieder wert ist, und eine solche Verbindung ist meist mit tragischen Ereignissen verknüpft. Der Elb in dieser Beziehung weiss, dass nach dem Tod des Menschen die beiden Liebenden für immer, d.h. bis zum Ende aller Tage, voneinander getrennt sein werden. Und das ist die tragische Geschichte von Beren und Luthien. Luthien ist die einzige Elbin, die jemals wirklich gestorben ist und deren Geist die Welt zusammen mit Beren verlassen hat. Im Falle von Tuor wurde sein Geist unter die Eldar gezählt, so dass Tuor und Idril nun vereint in Valinor leben. Im Falle von Arwen und Aragorn hat Arwen die Sterblichkeit gewählt und somit mit Aragorn die Welt verlassen. Doch sie war bereits eine Halbelbin und von daher war ihr diese Wahl erlaubt. Denn für die Nachkommen Elronds galt eine Sonderregel, dass sie zwischen der Sterblichkeit und der Unsterblichkeit wählen durften, wenn es an der Zeit ist. Im Falle von Elronds Eltern liegt wieder ein Sonderfall vor: Earendil der Sterbliche hat von den Valar eine besondere Mission erhalten. Als Strafe für das Durchbrechen des Banns der Valar, nach dem kein Sterblicher das Ufer von Aman betreten durfte, muss er für alle Zeiten bis zum Ende der Welt auf einem Schiff durch den Himmel reisen, den einzigen erhaltenen Silmaril auf der Stirn tragend. Seine Geliebte Elwing sieht er dabei nur selten, ist sie doch in der Gestalt eines Vogels gefangen, der sich seinem Schiff nur bedingt nähern kann. Daraus lässt sich schliessen, dass die Umstände, die zu einer Verbindung zwischen Elb und Mensch führen, ganz besondere sein müssen. Die Liebe muss so stark sein, dass der elbische Teil der Verbindung trotz aller Widrigkeiten diese Verbindung eingeht. Da Elben keinen menschlichen Sexualtrieb haben und auch ansonsten strengstens monogam sind, ist es ausgeschlossen, dass sie nach dem Tod ihres sterblichen Partners einfach so ihr Leben weiterleben. Kein Elb würde eine partnerschaftliche Beziehung als vorübergehende Phase seines Lebens betrachten. Unter Elben gibt es keine "Lebensabschnittsgefährten"! Manche werden vielleicht vor Gram sterben und dann in den Hallen von Mandos landen, unwillig eine neue körperliche Form anzunehmen. Andere werden nach dem Tod ihres menschlichen Partners vielleicht in den Alten Westen segeln, um dort Trost zu finden. Dies zumindest hätte auch Arwen nach Aragorns Tod tun können, wie aus den Anhängen des "Herrn der Ringe" hervorgeht. Wieder andere werden vielleicht wie von Sinnen durch Mittelerde wandern und aus allen Erzählungen und Geschichten verschwinden. Die Kinder aus dieser Verbindung - wenn es denn welche geben sollten - sollten dann vor dieselbe Wahl gestellt werden wie die Kinder Elronds: zu leben unter den Sterblichen und dann wie sie zu sterben und die Welt zu verlassen, oder sich unter die Erstgeborenen zu mischen und ihr Schicksal zu teilen. Diese Entscheidung muss nicht sofort getroffen werden, wie man an Arwen sehen kann. Sie lebte wahrscheinlich mehrere tausend Jahre bei ihrem Vater, bevor sie sich schliesslich für Aragorn entschied. Es kann aber sein, dass diese Wahl nur so lange aufgeschoben werden kann, wie ein Halbelb bei seinem unsterblichen Elternteil lebt. Sobald dieser selbst nicht mehr da ist, muss sich der Halbelb entscheiden: unter die Sterblichen oder unter die Unsterblichen zu gehen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es andere Siedlungen ... to be continued |