--- Stand: 06. August 2003 ---

Vorgeschichte

zurück zu Harnendor II

Die Heldengruppe war unter der Führung von Feldrin auf Befehl der Armee von Gondor in das umstrittene Gebiet des Harnen-Deltas gereist, um in der Haruze-Stadt Kas Shadoul einen gondorianischen Gesandten in einem Gerichtsprozess vor der Hinrichtung wegen eines Doppelmordes zu verteidigen. Was die Gruppe zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußte, war dass Calorn Marthor von seinem Orden einen Sonderauftrag bekommen hatte, der die Aufklärung von sonderbaren magischen Aktivitäten in der gesamten Südprovinz Gondors zum Ziel hatte.

Bald nachdem die Gruppe von Pelargir aus in See gestochen war, häuften sich bereits die seltsamsten Vorkommnisse. Davon soll an anderer Stelle berichtet werden. Die Heldengruppe konnte den gondorianischen Gesandten befreien und geriet dabei in das Zentrum einer dunklen Verschwörung, die das Kernland von Gondor selbst bedrohen sollte.

Nachdem unter der Führung von Tham Gunrar und Tarikh do'Akhil der Angriff einer kleinen Ork-Armee auf eine Wüstenoase vereitelt werden konnte, dessen Ziel die Eroberung eines mächtigen Artefakts gewesen ist, folgte die Gruppe den Hinweisen zu der gondorianischen Inselprovinz Tolfalas, auf der sich die Verschwörer gegen Gondor eingenistet hatten. Zum Unglück Gondors häuften sich hier bereits die Anzeichen, dass ein Drachen eine zentrale Rolle in diesem Plan spielte.

Auf Tolfalas angekommen erkundete die Gruppe eine alte, halb zerfallene Festung, die auf der Insel als Unterschlupf für die Feinde Gondors diente. Sie fand heraus, dass sich dort eine große Abteilung von Südländern mit roten Drachenrüstungen unter der Führung eines gewissen Schwarzen Númenorers namens Hismir eingenistet hatte. Leider wurde die Gruppe zu diesem Zeitpunkt gefangen genommen, doch aufgrund der unschätzbaren Fähigkeiten von Tham Gunrar konnte sie sich aus dem Kerkerverlies wieder befreien. Die folgende Entdeckung ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren: unterhalb der Festung befand sich ein großer Höhlenkomplex, in dem Hismir den weiblichen Drachen Lóki, dessen einzigartige Fähigkeit das Eierlegen und damit die Reproduktion war, für seine Zwecke gefangen hielt. Der Plan sah offensichtlich vor mit Hilfe von Lóki eine kleine Drachenarmee zu züchten, die Gondor in Schutt und Asche gelegt hätte.

Todesmutig stürzten sich Tarikh do'Akhil, Tham Gunrar, Calorn Marthor und Thalon der Dúnadan, der lange Zeit im fernen Osten gelebt und dort die Kunst des waffenloses Kampfes studiert hat, in den Kampf gegen das übermächtige Ungeheuer. Es erscheint klar, dass die drei Dúnedain und der Dorwinadan dabei von dem inneren Wunsch angetrieben und beflügelt wurden, das Land ihrer Väter vor schlimmsten Schäden oder gar einer möglichen Vernichtung zu bewahren. Wundersamerweise gelang ihnen das Unterfangen durch eine beispiellose Kombination von todesverachtendem Mut, Glück und Geschick unter Einsatz aller Fähigkeiten der Gruppe: waffenloser Kampf, bewaffneter Kampf und mächtige Magie. Thalon erlitt jedoch eine tödliche Wunde durch den Drachen - sein Rückgrat wurde unter den gewaltigen Schlägen des Monsters zerschmettert - und er wäre sicher gestorben, wenn nicht der großartige Elbenheiler Mindril, der unter den Haruze als Ûsun bekannt ist, und den die Gruppe bei dem Angriff der Orks auf die Oase gerettet hatte, Thalon später noch geheilt hätte. Natürlich wäre dies unmöglich gewesen, wenn der wackere Tham nicht ein einzigartiges und überaus wertvolles Heilkraut für Thalon geopfert hätte...

Als die drei Helden den Drachen besiegt und seine Brut vernichtet hatten, tauchte Feldrin mit einigen gondorianischen Soldaten am Ort des Geschehens auf, denn der Drache hatte in der Steilwand einen komfortablen Ausstieg, durch den er die Höhle betreten und verlassen konnte. Diesen Ausstieg hatte Feldrin mit seinen Gefährten gefunden. Die Gruppe konnte fliehen und sah sich bald in einem Lager von 300 schwer bewaffneten Elite-Soldaten Gondors unter dem Kommando von Hauptmann Feldrin wieder, die nach Tolfalas gekommen waren, um die Insel zu befrieden und die Feinde Gondors zu vernichten. In diesem Sinne übernahmen Feldrin und Tarikh das Kommando und die Leitung der Operation. Denn sie hatten es immer noch mit einer starken Festung zu tun, die von Hismir und bis zu 100 Soldaten verteidigt wurde. Sie sicherten das Umland gegen weitere Feinde ab, die sich versteckt gehalten haben könnten. Hierbei spielte die Überlegung eine Rolle, dass Hismir offenbar der Diener einer noch dunkleren, böseren Macht gewesen sein muss, die von ihm zumindest eines der Dracheneier gefordert hatte. Diese dunklere Macht war es wohl gewesen, die den Angriff auf die Oase befohlen und organisiert hatte, den Tarikh und Tham früher abgewendet hatten.

Feldrin und Tarikh sandten eine Abteilung von 50 Soldaten nach Gobel Tolfalas, das sich in der Hand eines abtrünnig gewordenen Gouverneurs befand, um den Hafen zu besetzen und Nachschub für die Besatzer der Burg inmitten der Insel abzuschneiden. Die nachfolgenden schwierigen Verhandlungen mit Hismir gestalteten sich mehr als schwierig. Zwar gelang es im Laufe des Tages und der folgenden Nacht, viele Südländer zur Flucht zu motivieren, doch Hismir konnte mit seinen arkanen Künsten für einige Südländer erfolgreich den Anschein erwecken, dass Lóki noch lebe und dass damit der Angriff aussichtslos sei. Mit den restlichen 250 Mann starteten Feldrin und Tarikh dann in der dunklen Stunde vor dem Morgengrauen einen brillant geplanten und durchgeführten Angriff auf die Festung, der fast allen Südländern, die sich nicht rechtzeitig ergeben hatten, das Leben kostete. Die Gondorianer hingegen erlitten nur geringe Verluste (ca. 10 Mann). Allein Hismir konnte zum großen Bedauern der Gondorianer mit unbekanntem Ziel fliehen.

 

zurück zu Harnendor II