--- Stand: 05. Juli 2004 ---

Elwing

Erina Quanya und Sirtanus haben sich in Buhr Waldlaes kennen gelernt. Dort hat Sirtanus für den König von Gondor als Gesandter bei den Nordmenschen gelebt. Er hat sich sofort in Erina verliebt und auch für sie war er die Liebe ihres Lebens. Elben haben so etwas nur einmal im Leben und können das sehr genau erkennen. Sie entschieden sich also, eine Familie zu gründen, was von Seiten Erinas geradezu kühn und rücksichtslos gewesen ist, denn normalerweise machen Noldor so etwas nicht, dass sie sich mit Sterblichen einlassen. Das Problem ist nämlich, dass sich ihre Wege nach dem Tod des Menschen für alle Ewigkeiten trennen! Ihre Seelen werden nach dem Tod getrennt, selbst wenn Erina auch stirbt, denn die Seelen der Elben gehen nach Valinor, aber von den Seelen der Menschen wird gesagt, dass sie nach kurzer Verweildauer in den Hallen von Mandos für immer die Kreise der Welt verlassen.

Erina und Sirtanus gründen eine Familie. Elwing wird geboren und nach ein oder zwei Jahren wird Sirtanus wieder nach Hause Gondor abkommandiert. Erina Quanya entscheidet sich, mit Sirtanus zu gehen. Sirtanus wird in Harondor stationiert. Dort passiert dann etwas schreckliches. Elwing erfuhr bisher nichts Genaues Sirtanus gerät als gondorianischer Soldat in Konflikt mit irgendeiner gefährlichen Dunklen Macht. Es hat irgendwas mit einem dunklen Kult zu tun.

Sie sind bei Barat Ecthelion in einem Grenzposten stationiert, der auf dem Nargil-Paß steht. Eine Festung, die den größten südlichen Zugang nach Mordor kontrolliert. Eines Tages schleppt ein Bote aus Gondor die Pest, die zu diesem Zeitpunkt das ganze gondorianische Reich verheert, in eure Festung ein. Bald sind viele krank und manche auch schon tot. Sirtanus muss zudem mitansehen, wie gleichzeitig dunkle Gestalten nach Mordor kommen und dort ihre Lager aufschlagen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Garnison immer schon einmal mit dunklen Kulten zu tun, die in Mordor ihre Rituale durchführen wollten, oder mit den Nurniags, die dort ihr Unwesen treiben. Doch die jetztigen Ereignisse sind eine ganz neue Kategorie. Durch Angriffe auf Patrouillen kommen Soldaten von Sirtanus um's Leben, und die einzige Möglichkeit, wie Sirtanus dem Treiben ein Ende setzen kann, liegt darin, dass er sich offen den Urheber der Unruhen zum Kampf stellt und ihnen entgegentritt. Aber Sirtanus ist voller Sorge um Elwing und Erina Quanya, und was mit ihnen passieren könnte, wenn er euch verläßt. Vielleicht wittert er Verrat oder befürchtet, dass eure Burg angegriffen werden könnte, wenn er mit seinen Männern weg ist. Dann bekommt er eine Herausforderung: der Kopf eines Gefangenen wird ihm von einem Boten des dunklen Kults gebracht. Sirtanus soll sich dem Kampf stellen. Er lehnt jedoch ab. Derweil wütet die Pest immer weiter. Erina Quanya hilft allen, so gut sie es kann, denn sie ist als Elbin immun. Glücklicherweise befällt die Pest zu dem Zeitpunkt weder Elwing noch Sirtanus, aber viele Soldaten und Diener. Einen Monat später der gleiche Bote, der ihn wieder zum Kampf weit weg von der Burg auffordert.

Sirtanus lehnt wieder ab, aber ihre Lage ist nicht mehr auszuhalten. Dann bei Neumond kommt der Bote wieder. Diesmal hat er die Überreste des besten Freundes und Unteroffiziers von Sirtanus dabei, der bei einem Späheinsatz in Mordor gefangen genommen wurde. Sirtanus rast vor Wut, erschlägt den Boten und beschließt, dem Treiben ein Ende zu setzen. Erina Quanya beschließt, mit ihm mit zu gehen. Sirtanus will es erst nicht, denn irgendwer muss ja auf Elwing aufpassen, aber Erina Quanya läßt sich nicht umstimmen.

Dann am nächsten Morgen reiten sie zusammen mit drei Soldaten nach Mordor, um sich den Schergen des dunklen Kults zu stellen. Elwing sieht sie noch davonreiten und winkt ihnen hinterher. Sie verschwinden am Horizont und kehren nicht zurück. Sechs Monate vergehen. Das Kindermädchen von Sirtanus und Erina Quanya kümmert sich in dieser Zeit um sie, bis die Familie von Sirtanus benachrichtigt wurde. Doch da in Gondor Chaos herrscht und jede Reise todesgefährlich ist aufgrund marodierender Banden und der grassierenden Pest, bleibt ihr vorerst auf dem Pass zu Mordor.

Dann geschieht das Wunder: Erina Quanya kehrt zurück! Aber sie ist schwer verwundet und kann sich gerade noch so zur Festung schleppen. Sie will nichts erzählen, und du siehst, dass das Grauen gewaltig gewesen sein muss, denn das unauslöschliche Licht ihrer Noldor-Augen ist erloschen. Sie spricht danach nicht mehr viel, aber einmal siehst du, dass sie eine grauenhafte Bauchwunde gehabt haben muss, die jedoch nach Noldor-Art gut verheilt ist. Selbst die Narbe verschwand später, wie es bei den Noldor üblich ist. Sie bittet Elwing dereinst zum Grab ihres Vaters zu Reisen. Euer Außenposten wird kurz danach aufgegeben und die Garnison wird nach Barad Ecthelion, einer kleinen Festung südlich des Nargil-Passes verlegt.

Erina Quanya beschließt, dass Sie und die Tochter in Gondor nichts mehr zu suchen habt. Zwar fordert ein überlebender Verwandter von Sirtanus das Sorgerecht für dich, aber Erina Quanya ignoriert dies, weil sie nicht will, dass Elwing sterblich sein wird und den Rest eines kurzen Menschenlebens in den Ländern von Tod, Krieg und Pest leben musst. Stattdessen beschließt sie, mit dir zusammen nach Norden zu gehen, in ihre Heimat. Dort liegt Bruchtal, das den Noldor eine letzte Zuflucht ist. Nach einer langen Reise kommt ihr dort an und für eine Zeit lang lebt ihr in Frieden und in Ruhe, denn das Tal wird von Elrond, dem Halb-Elben beschützt, und in seinem Haus wird allen Heilung zuteil.

Aber nicht für Erina Quanya. Nach ein paar Jahren will sie in den Westen ziehen. Niemals hat sie über ihre Erlebnisse in ihrer sechsmonatigen Abwesenheit mit Elwing gesprochen, nur dunkle Andeutungen kamen ihr über die Lippen.

An einem Frühlingsmorgen teilte Erina Quanya Elwing mit, dass sie nicht mehr in Mittelerde verweilen könne. Sie sei unheilbar krank und innerlich gebrochen, und nur im Alten Westen könne ihre Seele geheilt und die Höllenqualen ihrer Erinnerung gelindert werden. Sie gab Elwing, die nicht mit ihr gehen wollte, den guten Ratschlag, bei Elrond und seinem Volk zu bleiben, und für eine sehr kurze Zeit hat Elwing den Ratschlag auch befolgt. Bei ihrem Abschied sagte sie zu Elwing:

"Elwing, meine geliebte Tochter. Dunkelheit erfüllt mein Herz und ich bin voller schlimmer Vorahnungen. Es ist ein übles Schicksal, dass du nicht mit mir in den Westen gehen willst. Aber verzeih' mir, ich kann nicht verweilen. Zu tief sind die Wunden, die mir am Nargil-Paß geschlagen wurden. Doch höre auf meine Worte, denn ich glaube, dass ich eine Prophezeiung für dich habe: Hüte dich vor deinem eigen Fleisch und Blut! Mein Herz sagt mir, dass dein Schicksal von Ungewissheit und Unsicherheit geprägt sein wird, und dass dereinst einer von deinem eigenen Geschlecht dein Untergang sein wird, wenn du nicht hier in Elronds Haus verweilst!
Auf dass wir uns in den grünen Gefilden von Valinor dereinst wiedersehen werden. Lebe Wohl!"

Nachdem Erina Quanya mit einer der Wanderkompanien in Richtung Lindon und den Grauen Anfurten fortgezogen war, dachtet Elwing lange über die Prophezeiung der Mutter nach. Sie hat es so verstanden, dass jemand vom Volk der Elben ihr Untergang sein würde. Diese Überzeugung vermischte sich in dem Gedanken, mit dem Wunsch, die Länder der Sterblichen zu sehen. Irgendwann kam sie zu der Überzeugung, dass es für sie gefährlicher sein würde, unter den Elben zu leben, dieeher ihr Untergang sein würden, als die Länder der Sterblichen zu bereisen. Ziemlich genau ein Jahr nach Erina Quanyas Abreise wurde die innere Stimme in ihr zu laut, die sie fortlockte. Fort nach Gondor, den Ort von Erina Quanyas Verderben…

Es war an dem Tag als Elwing sich auf den Weg machte diese Ufer zu verlassen:
Heute meine Tochter übergebe ich Dir diese wertvollen Gegenstände. Meine Aufgeben sind von jetzt an andere als mich um dich zu kümmern. Immer waren dein Vater und ich zerstritten über Fragen deiner Erziehung und oft habe ich den Augenblick verdammt an dem ich Sirtanus kennen und lieben lernte. Aber deine Existenz entschädigt für vieles. Elwing, du benannt nach einer weisen und mächtigen Frau, deren Bekanntschaft immer eine Ehre für mich sein wird, mußt weiter harren und herausfinden welchem Geschick du folgen mußt. Ich kann es dir nicht sagen. Viel konnte ich Dir mitgeben auf den Weg und hoffe das du mir, eines Tages, wenn deine Aufgaben auf dieser Welt bewältigt sind mir folgen wirst nach Westen. Ich werde Cirdan bitten auf dich zu warten! Lebe nun wohl meine Tochter und folge immer deinem Herzen!

Es war ein kalter Morgen. Bitter kalt wehte der Wind durch Elwings geöffnetes Fenster. Dunkle Wolken zogen über die Berge und das konnte nur eines bedeuten: Der Winter würde die Welt noch eine Weile zu fast vollkommener Bewegungslosigkeit verdammt in seinen eisigen Fingern halten. Elwings konnte ihren Atem sehen und fröstelte ein wenig. Sie fröstelte… und schon so kurz nach dem sie ihre nächtliche Meditation beendet hatte war ihr es wieder unbestreitbar deutlich: Sie war anders. Sie war nicht eine von Ihnen. Sie fühlte sich unwohl. Auch wenn die Sonne im Sommer heiß und brütend auf Bruchtal schien war es ihr nie wohlig und angenehm. Etwas trennte sie von den Elben unter denen sie hier lebte. Ihre Mutter ähnlicher als ihr selbst. Sicherlich war hier für alles gesorgt und gern arbeitet sie in der Küche und erlernte von vielen weisen Wesen, aber Zuhause fühlte sie sich nie. So sehr Erina auch gehofft hatte sie hier in Sicherheit zu wissen wenn sie schon nicht mit ihr in den Westen kommen wollte. Elwings Herz zog sich unter den Schmerzen des Verlustes zusammen. Ein bitterer Geschmack lag auf ihrer Zunge. Nein, hier in Bruchtal würde sie nicht das Finden was sie endlich ruhen ließe, was ihr den Weg ebenen würde diese Gestade zu verlassen, wie ihre geliebte Mutter.

Morgen wurde Elwing 100 Jahre alt. Ein bedeutendes Datum selbst für Elben, welche von der Zeit bei Leibe nicht so gehetzt werden wie die Menschen. 100 Winter, Frühjahre, Sommer und Herbste hatte Elwing gesehen und sie war nicht mehr das Kind, das sich für alles und jedes begeisterte. Jetzt war sie eine Halbelbenfrau die kein Zuhause kannte und sich stets getrieben fühlte. Die keine Ruhe in sich kannte und deren ständiger Begleiter der Zweifel war. Sicher, nicht immer war es schlecht. Wenn sie unterrichtet wurde zu forschen und zu lehren so war es immer nützlich und effizient, aber ihr Leben verstrich Tag für Tag und das bleibende Gefühl der Unzufriedenheit und Ziellosigkeit machte ihr das Leben schwer, sehr schwer.

Elwing freute sich nicht auf das Fest ihr zu Ehren. Welche Ehren hatte sie angehäuft: dass sie viel herumgekommen war, dass sie einige Sprachen leidlich verstehen konnte, dass sie zusehen musste wie erst ihr Vater und dann auch noch ihre Mutter von ihr gehen mussten? Sie begab sich in die Vorratsräumlichkeiten und begann mit den Vorbereitungen für ein Festmahl. Kochen konnte sie hervorragend und es war den Elben eine Freude diesem Genuss nachzugehen. Sie stellte Kohlwickel her für die Vorspeise und gefüllten Aal. Sie bereitete eine kräftige Suppe aus allerlei Wintergemüse. Sie verwandelte das getrocknete Fleisch in eine Delikatesse umrahmt von einer Soße aus Butter und getrockneten Aprikosen. Als letztes backte sie einen Kuchen, den sie mit allerlei Zuckerwerk bemalte. Ihre Lehrerin war stolz auf sie und freute sich schon auf den Abend. Er verging und Elwing war weder froh noch traurig als ihr Fest vorüber gegangen war. Herr Elrond war zu beschäftigt gewesen um anwesend zu sein. Elwing beteiligte sich an den Aufräumarbeiten und zog sich dann still in ihr Zimmer zurück.

Es war schon tiefe Nacht als es an ihre Tür klopfte. Elwing, die eingewickelt in warme Decken ein Buch studiert hatte, schreckte hoch. Nicht oft wurde des Nachts nach ihr verlangt. Sie öffnete und war überaus überrascht Herrn Elrond vor ihrer Tür zu sehen. "Folge mir mein Kind", sagte er, "Wir haben miteinander zu sprechen!" Elwing folgte ihm ohne an seinen wohl gewählten Worten den geringsten Zweifel zu hegen. Herrn Elrond fühlte sie sich verbunden wie ihrer Mutter, obwohl sie ihn nur höchst selten zu Gesicht bekam, was sie selbstverständlich verstand, aber dennoch bedauerte.

Herr Elrond führte sie in einen Raum, den sie über einige Treppen erreichten. Obwohl er keine Decke besaß, war der Raum gut geheizt von zwei Feuerstellen. Elwing wusste, dass Herr Elrond diesen Ort aufsuchte um die Sterne zu beobachten. Ihre Mutter hatte ihr hier die Kunst der Sternenbeobachtung gezeigt. Herr Elrond deutete auf einen hölzernen, edlen, feingliedrigen Stuhl.

Elwing nahm Platz und blickte den Weisen, der schon Zeitalter hatte kommen und gehen sehen, gespannt an. "Elwing", setzte er bedeutungsschwanger an, "Du kannst nicht verweilen. Dein Weg führt Dich fort aus Bruchtal. Deine Mutter, die Dich in mein Haus brachte, bat mich Dir einen Rat zu geben wenn es so weit wäre. Heute Nacht habe ich den Schleier der Ungewissheit für einen Moment von Deiner Zukunft gelüftet. Dein Schicksal liegt nicht länger hier. Hier wirst Du nichts mehr finden". Elwing schluckte und fühlte sich bestätigt. Erleichtert über die Auskunft erwartete sie nun eine Richtung, eine Weisung, wohin sie sich wenden sollte. "Elwing, die Du den Namen meiner Mutter trägst, wohin du Dich jetzt auch wenden magst: keiner der Wege wird Dir leicht fallen. Deiner Mutter wäre es am liebsten gewesen, du brächest auf zu den grauen Anfurten. Ein Schiff von Cirdan brächte Dich zu ihr in den Westen, aber ich weiß diesen Weg wirst Du noch nicht gehen. Viel Leid und Schmerz bliebe Dir erspart, aber es scheint mir nicht Dein Weg zu sein. Ich habe Dich nicht dort gesehen, sondern ich sah Dich im Süden. Dein Schicksal wird sich dort entscheiden. Du wirst Dich dort entscheiden. Also lautet mein Rat an Dich, ziehe in den Süden und erfülle Dein Schicksal. Vielleicht kehrst Du dereinst zurück. Hier wird immer ein Platz für Dich sein wenn Du es so entscheidest". Sie redeten noch einige Stunden über Erina und Sirtanus. Dann zog sich Elwing höflich zurück. "Herr Elrond, ich danke euch! Ihr habt meiner Unruhe ein Ziel gegeben und auch wenn es risikoreich ist, werde ich versuchen es zu erreichen. Ich werde Bruchtal verlassen und mein Schicksal suchen", verabschiedete sie sich.

Sie bleib noch bis in den Sommer hinein und bereite sich auf die lange Reise vor, die sie gedachte anzutreten. Sie fühlte sich angespornt von der Prophezeiung, aber es war schon die Zweite. Ihre Mutter hatte voller Angst um das Wohl ihres Kindes dereinst anders zu ihr gesprochen. Elwing war gewillt zu sehen, dass genau dieser Zwiespalt, diese Diskrepanz ihr Schicksal war, das es galt zu lösen. War ihr das Herz schwer geworden in den Nächten, in denen sie zu keinen eindeutigen Entscheidungen finden konnte, so ertrug sie jetzt wissend eine Schicksal, eine Aufgabe. Eine Queste die sie aus ihrer Zerrissenheit herausführen würde, wenn sie sie bestünde. Vieles brachte sie zum Grübeln, aber sie spürte auch eine Tatkraft in sich, die ein gutes Ende verheißen könnte. Hoffnung. Eine Sache, die ihr unbekannt gewesen war. Ein Antrieb, der sie durch Gefahren und selbst den Tod leiten würde.

So geschah es, dass Elwing auszog und in Minas Tirith die Bekanntschaft mit Feldrin Imnas und seinem Gefolge machte. Zusammen mit ihm zog sie in den Süden. In das Land der Haruze, in dem ihr Schicksal auf sie wartete.

Das Kleinod

Zu Anbeginn der Welt ruhte tief in ihrem Herzen ein wundervoller Juwel. Die Zwerge schürften gierig und unermüdlich unter der Erde nach Mithril und anderem Wertvollem. Eines Tages fanden sie dieses kostbare Kleinod und waren stolz und froh darüber solch einen Fund gemacht zu haben. Aber die Freude war nur von kurzer Dauer und unbeständig, nicht so unbeständig wie es die Zweitgeborenene gewesen wären, aber auch nur einen Moment lang länger. Wie die meisten der Schätze die sie so errangen, fand das Kleinod erst einmal den Platz an einer Kette und dann in einer der vielen Schatzkammern irgend eines Zwergen Herrn dessen Name heute in Vergessenheit untergegangen ist. Das Kleinod war zu dieser Zeit noch Roh und ungeschliffen. Durch Gier und Kurzsichtigkeit, wie es üblich ist bei den Zwergen, geriet es in Hände derer, deren Bosheit und Grausamkeit nur noch von ihrem Streben nach Macht übertroffen wird. Aber auch ihr Leben war nur von kurzer Dauer und ihr unwürdiges und niederes Streben ebenso. Erst ein Begabter Handwerker unseres Volkes veredelte es und machte es zu dem wertvollen, beinahe unersetzbarem Schatz der es heute immer noch ist. Und wie er dazu kam soll hier erzählt werden. Der kluge und geschickte Feladan hatte schon eine bedeutende Fähigkeit im Umgang mit der Veredelung von Juwelen und Schätzen. Als junger Mann vervollkommnete er diese, so das er selbst gewöhnlichen Dingen eine Macht zuweisen konnte. Er ging in die Lehre bei einem über alle Maßen kunstfertigen Mann und verbrachte so einige Zeit. (1000 Jahre) Nicht ohne Erfolg war sein Streben aber dann kam doch die Zeit den Schmied zu verlassen. Voller Trauer war sein Herz über die Trennung den er hatte den Mann liebgewonnen und auch der Schmied ihn. Aber der Ruf eine anderen Mannes hatte ihn ereilt und auch er wollte im Kampf um Untergang oder Bestehen der freien Völker seinen Teil beitragen. Am Schicksalsberg, wie ihr alle wisst wurde die Schlacht geschlagen und viele der Elben trugen ein Schwert das Feladan verbessert hatte. Ein Mensch namens Irik war voller Angst vor der Schlacht und bat Feladan auch um eine Verbesserung seines Schwertes. Feladan betrachtete die Waffe und entschied das sie von so geringer Qualität sei, das seine Kunst Verschwendung bedeuten würde. Außerdem war es ja nur ein Mensch. Feladan hatte genug gehört über Menschen und was sie mit den kunstvollsten und edelsten Gegenständen für abartige und böse Taten zu vollbringen vermochten. Irik war voller Zorn, aber seine Angst war größer. Er wand sich noch ein zweites Mal an Feladan und bot ihm das Kleinod. Feladan zögerte, aber ließ sich erweichen. Ihr wißt wie dieser große Kampf endete und siegreich zog Feladan in Elronds Haus um dort zu leben und nach einem wiesen Umgang mit dem Kleinod zu suchen. Bald jedoch zog es Feladan in den Westen und er war nicht Willens das Kleinod mit sich zu nehmen, den er spürte das noch etwas der Geschehnisse dieser Welt mit hm verbunden sein mochten. Feladan traf die entscheidung das Kleinod zu bearbeiten und dann diese Welt von den grauen Anfurten zu verlassen. Da er während des Kampfes viel gelernt hatte über die Welt konnte er sich nicht entscheiden wie er die Macht des Kleinods verarbeiten wollte. Schließlich als die Sehnsucht nach den fernen Landen ihn in dem Massen schmerzte, daß er es nicht länger zu ertragen vermochte fertigte er zwei Gegenstände: einen Dolch, geschmeidig und filigran, nach elbenart. Unscheinbar wirkte er, war es aber bei Leibe nicht. Mächtig und zielgenau (+20 auf den OB, Magisch) war er wenn jemand verstand diese Waffenart zu führen. Als zweites fertigte er eine Elbenlederpanzerung die den Träger zu schüzen vermochte. Das Kleinod teilte er und versenkte einen Teil am Griff des Dolches, den anderen setzte er in die Mitte der Brustplatte der Rüstung (+20 auf den DB, magisch).

Elwing erinnert sich:

Oft erinnere ich mich an meine Mutter Erina Quanya, eine Elbin von großem Stolz und Tapferkeit. Immer war es mir ein Rätsel welche Macht es war die ihr Herz und das meines Vaters Sirtanus einem ehrenhaften Dunedan verbunden haben mag. Streit war in diesen Tagen an der Tagesordnung. Der Drang zu bestimmen und sich durchzusetzen war in beiden stark und keine der beiden war gewillt nachzugebe. So kam es das ich meine Jugend unter strenger Aufsicht verbrachte. Denn meine Mutter sah es als ihre Pflicht an die elbischen Anteile meiner Selbst zu fördern um die menschlichen, obwohl sie meinen Vater liebte, als minderwertig ansah und sie ausmerzen wollte. Ich wurde einem strengen Training unterzogen und bald zeigte sich Erfolg. Da ich in besonderem Maße Geschickt war und bin lernte ich allerlei Gymnastische Fähigkeiten und im Radschlagen, auf Händenlaufen usw, bin ich sehr ambitioniert. Selbstverständlich lernte ich die Kunst der Meditation (+20) und Beobachtung(+20). Viel Zeit verbrachte ich mit der Konzentration auf Pflanzen den Himmel und die Personen. Da ich immer schon von schlechter Konstitution war suchte meine Mutter dieses Manko auszugleichen in dem sie meinen Körper Übungen der Selbstkontrolle unterwarf (+20)auf Körperentwicklung) und mit mir lange Wanderungen machte. Aber sobald sie mir mein Teil des Gepäcks auflud begann ich rasch zu ermüden und nur noch wackelig voran zu kommen.(Weight intollerant) Da ich ein Mädchen war sollte ich auch die weiblichen Tugenden erlernen, stellte mich aber nur beim Kochen(+20) geschickt an. Das bei weitem wichtigste war es meiner Mutter aber das ich den Umgang mit der Waffe lernte. Die Kampfkunst mit dem Dolch beherrsche ich seit dem(+20). Andere Waffen jedoch - liegen mir scheinbar nicht gut in der Hand (weapon Bane). Die offene und rohe Gewalt war aber meinen Eltern verhasst und so lehrte mich mein Vater die Kunst des präzisen Schlages, die ich dank einer bemerkenswerten Anlage fast immer anwenden kann.. Ebenso wies ermich darauf hin nicht immer so zögerlich zu sein. Eine Schnelle entscheidung sei in manchen Situationen alles. Aber sein Drängen verschlimmerte es nur und noch heute bin ich, gerade im Kampf eher bedacht (Indecision). Immer warnten mich Beide aufgrund einer Vorahnung das einmal ein Elb mein Verderben sein würde( the Slain Elben) und mein Schicksal von ungewissheit und unsicherheit geprägt sein würde. (Set Fait)
Oft sang ich des Abends für meine Eltern und nichts erfreute Erina Quanya so sehr, außer vielleicht meine Vorführung des Einsatzes mit einem Dolch, als meine Sangeskunst und meine schauspielerischen Fähigkeiten. Elrond selbst nannte mich einmal sogar goldene Kehle.(Golden throat)
Meine Mutter Erina Quanya lernte Sirtanus in Bur Waldleis kennen. Dort hatte sie einst eine Verschwörung bekämpf und den Rädelsführer Vernichtet. Mit ihren tapferen Kumpanen lebte sie dort einige Zeit bis sie durch eine Macht, die sie bis heute nicht verstanden hat an die Ostküste von Mittelerde innerhalb von Sekunden verstzt. Dort wurde sie in ein Tal geführt in dem sie einer Prüfung unterzogen wurde die sie nicht bestand. Hätte sie die Prüfung bestanden wäre sie aufgenomen worden in den Kreis der Maia, aber...
Manchmal erzählte Erina Quanya mir auch wie sie ihr abneteuerliches Leben begonnen hatte. Ein Findelkind war sie gewesen. Menschen hatten sie aufgelesen nachdem eine Horde Orks ihre Eltern niedergemetzelt hatten. Als sie herangewachsen war wollte sie zu ihrem eigenen Volk und mehr über sie lernen. Also zog sie los und suchte ihresgleichen. Aber sie fand eine Burg in dem eine Bande Räuber ihr unwesen Trieb. Ihre Zieheltern waren brave ehrliche Leute gewesen wenn auch roh und einfach. Oft war ihr Handeln Erina Quanya als barbarisch vorgekommen, aber sie war voller Dank. Deshalb konnte sie nicht mit ansehen wie brave und ehrliche Menschen unter diesen üblen Gestalten zu leiden hatten. Kurzerhand schloss sie sich, wenn auch nicht ohne Bedenken einer Gruppe an die diesem Treiben ein ende machen wollten. Ein Elb war auch unter ihnen ein Grauelb wie er ihr verriet. Leider war er nur an Zaubereiein und Gold interesiert was Erina Quanya, aus sich heraus, als nicht sehr elbisch empfand. Zusammen deckten sie böseres Treiben als eine Räuberbande auf. Eine Geschichte mit einem Mann der ein Wolf sein konnte. Zusammengescweißt durch dieses Abenteuer entschlossen sich die Helden weiter dem Bösen wo sie konnten einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ein Dunedan Krieger mit Zweihandwaffe kompletierte die Gruppe. Tödlich waren seine Hiebe und unnachgiebig war sein Wille, viel lernte Erina Quanya von Ihm und dem Elben. Aber Der Krieger blieb in Bur Waldleis und oft erinnerte sich Erina Quanya an ihn und an ihr Versprechen ihn zu besuchen. Das Leben der Menschen ist endlich und auch das meines Vaters. Heute glaube ich die Sterblichkeit, obwohl Erina Quanya selbst unberührt von ihr war ihr größtes Leid. Also versprach ich ihr die Unsterblichkeit zu wählen. Manchmal dachte ich, das ich somit ihr verzweifeltes Schicksal fortschriebe auf dieser Welt aber ist ein menschliches Leben nicht bloß ein Atemzug, ein Schlag meiner Lieder? Meine Mutter aber war weise wenn auch ungestüm und so werde ich ihren Weg weitergehen. Unsterblich werde ich immer dem Bösen auf den Fersen bleiben und dem Guten dienen. Ich werde Kompromisse machen müssen wie auch meine Mutter, aber ist es das nicht wert? Sind die Erstgeborenene zu denen ich mich zählen möchte nicht dazu auf diese Welt gebracht worden? Irgendwann wird unserer Zeit hier vorbei sein und dann werde ich fortgehen, aber erst dann!

Elwing ist eine schöne Frau. Sie ist zerbrechlichgeradezu. Lange glatte braune Haare flicht sie zu Zöpfen. An ihrer Seite trägt sie einen Dolch und auf dem Rücken trägt sie ein Schild. Ihr Rüstung ist unauffällig und wird unter der Kleidung getragen. Sie trägt eine kleine Tasche sonst nichts. Menschen würden sie für eine sehr schlanke Frau halten nicht unbedingt für eine Elbin! Sie trägt einen Bogen um die Schultern und einen Köcher mit Pfeilen! Ihr Augen sind grün und sie ist 1,75 groß. Sie trägt gedeckte Farben. Ein Kleid das nicht zu lang ist aber auch nicht zu Kurz. Elwing wird von einer Zerrissenheit getrieben zwischen ihrem Elbischen und ihren menschlichen Anteilen. Auf beiden Seiten gibt es hassenswerte und verauchtungswürdige Komponenten, aber auch Ehre, Hoffnung und der Wille gegen das dunkle zu bestehen. Sie ist oft erst unentschieden, wenn sie aber einmal eine Entscheidung getroffen hat wird sie versuchen sie durchzusetzen und den Gegner zu überzeugen. Mit allem dunklen hat sie keinerlei Mitleid. Sie wird es immer verfolgen und vernichten!
Sie ist aber auch voller Güte und von einer Freigibigkeit die ihres gleich sucht. Sie glaubt ihren Weg in der Verbindung der positiven Seiten von Elben und Menschen zu finden. Außerdem ist sie einem gondorianer, Feldrin Imnas, in Freundschaft verbunden die auf einer beglichenen Schuld gediehen ist. Elwing ist resolut, klug (auch wenn andere altklug sagen würden) und sie strahlt, dass sich ihr kaum jemand entziehen kann. Außerdem glaubt sie das Menschen nur nicht geduldig und zu unwissend sind. Das will sie ändern!